Der Vorstand

1. Vorsitzende: Daniela Hänel

Daniela Hänel ist seit Juli 2021 1. Vorsitzende der Freien Apothekerschaft.
Aufgewachsen in der ehemaligen DDR erfolgte 1993 das Abitur, danach die Berufsausbildung und anschließend das Studium der Pharmazie in Jena.
Berufliche Erfahrungen wurden sowohl im Angestelltenverhältnis als auch in der Filialleitung gesammelt, bevor sie 2006 ihre erste Apotheke übernahm. Im November 2009 eröffnete sie ihre LINDA Apotheke in der Nordvorstadt in Zwickau. Sie engagierte sich von 2008 bis 2020 für den MVDA e. V. und die LINDA AG, war Vorstandsmitglied des MVDA e. V. und wirkte in verschiedenen Arbeitskreisen mit. Ob Verhandlungen mit Industriepartnern, Category Management in Sicht- und Freiwahl aber auch pharmazeutische Kompetenz und der Einsatz für die Wertschätzung der öffentlichen Apotheken einschließlich der dort Beschäftigen zeigen, dass Frau Daniela Hänel sich für den Erhalt der Apotheken vor Ort einsetzt.

 

Die Freie Apothekerschaft ist für mich die eigentliche Standesvertretung der Apothekeninhaber. Deshalb bin ich Mitglied in diesem Verein und tausche mich regelmäßig mit Berufskolleginnen und -kollegen aus. Die Wertschätzung der Apotheken vor Ort muss gesteigert und die Honorierung angepasst werden, die pharmazeutischen Dienstleistungen, die per Gesetze und Verordnungen vorgeschrieben sind, müssen dringend auch finanziell honoriert werden. Für den Abbau der Bürokratie, für die finanzielle Unterstützung hinsichtlich der Digitalisierung in der Apotheke, für das RX-Versandverbot und für eine Vereinfachung der Arznei- und Hilfsmittellieferverträge setze ich mich ein.

Wir Pharmazeuten sind die Arzneipolizei für unsere Bevölkerung. Durch unsere gewissenhafte Arbeit rund um die Uhr profitiert das gesamte deutsche Gesundheitswesen. Das sollte entsprechend auch von Politik und Krankenkassen geschätzt und entsprechend honoriert werden.

Nur gemeinsam können wir etwas bewirken und deshalb, liebe Kolleginnen und Kollegen, macht mit und kämpft für den Erhalt unserer Berufung!

 


2. Vorsitzende: Christiane Patzelt

Frau Christiane Patzelt ist seit Juli 2021 die gewählte 2. Vorsitzende der Freien Apothekerschaft.
Geboren und aufgewachsen in West-Berlin, hat sie als älteste von 4 Geschwistern 1988 das Abitur abgelegt und die Approbation als Apothekerin 1995 an der FU Berlin erworben.
Nach einer kurzen Karriere in öffentlichen Apotheken zog es sie in das Berliner Umland, in den schönen Norden nach Leegebruch, wo sie im Jahr 2000 als junge 2-fach Mutter die Land-Apotheke Leegebruch gründete.
In dieser kleinen Gemeinde sollte sie schnell Fuß fassen und als Landapothekerin sich weit über die normale Versorgung für die Gesundheit der Bevölkerung engagieren. Die palliative Versorgung im häuslichen Umfeld ist seit Jahren ihr Schwerpunkt, die Zuwendung und Versorgung in Lebensausnahmen ein ihr wichtiger Aspekt der Arzneimittelversorgung.
Um Leegebruch ein wenig zu vervollständigen, gründete sie 2021 ein kleines Sanitätshaus und filialisierte sich im wunderschönen Hohen Neuendorf im November 2020 mit der „Apotheke am Mädchenviertel“, ebenso eine Neugründung mit technischem Know-how und pharmazeutischem Herz.
In finanziell besonders schweren Jahren wie 2011 und 2012 begann Frau Patzelt, sich berufspolitisch zu engagieren. Etliche Besuche bei lokalen Politikgrößen oder im Bundestag bei gesundheitspolitischen Sprechern aller Couleur führten sehr oft zu Denkanstössen, in Beschlüssen aber stets ins Leere. So offensichtlich die Bevölkerung die Apotheken vor Ort frequentieren und der gute Rat und die Lebensbegleitung gewollt und gewünscht sind, so offensichtlich hat sich die Politik den Versandlogistikern verschrieben. Der politische Unwille, die Gleichpreisigkeit der verschreibungspflichtigen Arzneimittel in Deutschland zu erhalten und der politische Unwille, die Apotheke vor Ort als Arbeitgeber und Steuerzahler zu erhalten sind so offensichtlich, dass es Zeit wird, dagegen zu arbeiten.

Warum die Freie Apothekerschaft?
Wir brauchen Nachwuchs, nur wir können uns darum kümmern!
Wir brauchen die Arbeitsplätze vor Ort, aber nicht im Niedriglohnsektor sondern mit fairer Bezahlung unserer Fachkräfte und uns selbst – das seit 17 Jahren nicht angepasste Honorar muss händeringend angepasst, inflationsbereinigt und dynamisiert werden! Ohne Honoraranpassung werden die Apotheken immer stärker aus der Fläche verschwinden!
– Wie wäre diese Pandemie ohne uns Apotheken gelaufen?
Wir brauchen dringend Hilfe bei der Digitalisierung, sowohl finanziell als auch im Wissen – etliche Apotheken sind abgehängt, weil es an Know-how und Geld fehlt, eine Folge der jahrelangen Durststrecke im Honorar.
Wir brauchen verlässliche Zusagen der Politik. Als Betriebswirt ist es eine absolute Katastrophe, wenn wir unter versprochenen Bedingungen Versorgungen starten, um 14 Tage später die Vergütung radikal gekürzt zu bekommen, geschehen bei:
Botendienst
Maskenversorgung
Bürgertestung
Impfzertifikat
Wir waren und sind stets der verlässliche Partner in Gesundheitsvorsorge,- fürsorge und Pandemiebekämpfung für die Bevölkerung und für das Bundesgesundheitsministerium.
Wann wird das Gesundheitsministerium ein verlässlicher Partner für uns Apotheken vor Ort?

 


Vorstand und Schatzmeister: Reinhard Rokitta

Reinhard RokittaReinhard Rokitta ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Freien Apothekerschaft. Der Initiator und Betreiber des Apothekenforums, einer Internetgruppe aus mehreren hundert Apotheken, die dem kollegialen Erfahrungsaustausch dient, gab den Anstoß zur Gründung der Freien Apothekerschaft im Mai 2010. Der Verein ist eine wichtige, wirksame Alternative zur derzeitigen Standesvertretung.

 Er führt als Inhaber seit 1980 seine eigene Apotheke, die Punkt-Apotheke in Bünde. Nachdem er sein Studium der Pharmazie an der Rheinisch-Westfälischen Wilhelms Universität in Bonn mit dem Staatsexamen und der Approbation abgeschlossen hatte, arbeitete er einige Zeit in verschiedenen Apotheken in Köln, unter anderem auch als Chefvertreter. Schon immer engagiert er sich für die Verbesserung der Situation der Apotheker.  Von 1993 bis 1997 war er Mitglied der Kammerversammlung der Apothekerkammer Westfalen-Lippe in Münster.

Die Kraft für anstehende Aufgaben schöpft Reinhard Rokitta aus dem Umgang und ausgedehnten Spaziergängen mit seinen Hunden und seiner Leidenschaft für den Tierschutz, die er mit seiner Ehefrau teilt.


Ich bin Mitglied der Freien Apothekerschaft, weil die Basis dringend gestärkt werden muss. Die für die Apotheken  unzumutbaren Entscheidungen der selbst ernannten Standesvertretung führen zu immer mehr Frust bei den Kolleginnen und Kollegen. Als Apotheker sind wir heute – quasi ohne Gegenwehr – zu Erfüllungsgehilfen der Krankenkassen und zu einem Spielball der Politik verkommen. Diesem Treiben schauen die gewählten Vertreter der Verbände nahezu untätig zu. Das muss sich dringend ändern. Über die Republik verteilt gibt es ähnlich denkende Gruppierungen. Die Freie Apothekerschaft  ist eine schlagfertige, demokratische Vertretung für alle Apotheken, die den Erhalt der inhabergeführten Apotheke vorantreibt und somit „Mehr Apotheke für den Menschen“ wieder in den Fokus rückt. Insofern bitte ich meine Kolleginnen und Kollegen: Macht mit! 

Nur gemeinsam erreichen wir unsere Ziele. Werden Sie Mitglied!

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